Kobanya Mine 01.03.2014

2014-03-26 12:02

Kobanya Mine – Budapest

5 Uhr am Morgen ist sehr früh und es muss schon einen guten Grund geben um Aufzustehen. Den gab es für uns am 1. März 2014: Tauchen in der Kobanya Mine in Budapest.

Die Kobanya Mine befindet sich im zehnten Bezirk von Budapest, der den Namen Kobanya (wörtlich übersetzt „Steinbruch“) trägt. Der Abbau des Kalksteins geht bis Anfang des 12. Jahrhunderts zurück und viele Gebäude in  Budapest wurden aus dem hier geförderten Kalkstein gebaut. Nach ihrer Stilllegung, diente die Kobanya Mine im letzten Jahrhundert lediglich für die Lagerung von Bierfässern einer nahegelegenen Brauerei. Ein Teil der Minengänge wurden im Laufe der Zeit durch unterirdische Quellen bis zu einer Tiefe von 36m geflutet. Dadurch entstand ein interessanter Tauchspot in Mitten von Budapest, der bei kristallklarer Sicht und 13°C Wassertemperatur die  Herzen aller Höhlentaucher höher schlagen lässt.

Treffpunk war vor dem berühmten weißen Metalltor der Mine um 8:30 Uhr. Nach einer kurzen Besprechung  mit unserem Guide Jozef von der DIR Austria ging es schon mit den Autos hinein in die Tiefen der Mine. Auf dem Plan standen insgesamt 2 Tauchgänge mit ca. 1 Stunde Oberflächenpause.

Für den ersten Tauchgang mussten wir unsere Ausrüstung eine kurze Strecke durch die Gänge tragen. Jozef öffnet eine rostige Metalltür: voila der Einstieg. Über eine kurze Treppe gelangt man dann bequem zum Wasser. Von da aus taucht man durch einen langen Korridor vorbei an alten Lichtern und Stromkästen bis man schließlich über eine Lucke im Boden in die erste Kammer gelangt. Diese erstreckt sich über zwei Stockwerke.  Die Sicht ist traumhaft und glasklar. Zu entdecken gibt es eine Menge, da teilweise Werkzeug, Arbeitskleidung u.a. in der Mine zurück gelassen wurden. Wir tauchen weiter die Korridore entlang und erreichen schließlich eine zweite Kammer. Diese erstreckt sich über insgesamt 3 Etagen, welche über eine Metallwendeltreppe miteinander verbunden sind. Die Maximaltiefe liegt bei ca. 27m. Wir erkunden die verschiedenen Etagen und tauchen wieder entlang der Korridore zurück zum Einstieg. Insgesamt dauerte unser Tauchgang gute 77 Minuten bei einer Maximaltiefe von 27m.

Nach einer Oberflächenpause von mehr als 1 Stunde fuhren wir für den zweiten Tauchgang tiefer in die Mine hinein. Der Einstiegt ist erneut eine rostige Metalltür in einer der vielen großen Hallen der Mine. Diesmal geht es nicht entlang langer Korridore, sondern man erreicht über eine kurze steile Treppe eine riesige Kammer die bis auf 36m abfällt. Das Highlight bildet ein von 17m auf 30m senkrecht abfallender ca. 1.60m breiter Schacht. Der Abstieg entlang des Schachtes gestaltet sich aufgrund des schmalen Durchmessers ziemlich interessant. Man muss erstmal die richtige Technik entwickeln, damit man elegant hinunter taucht („Rule No. 6 – You have to look cool“). Am Grund angekommen, tauchen wir langsam wieder auf und erkunden dabei die Kammer. Wieder gibt es eine Menge zu sehen, u.a. ein alter Flaschenzug. Insgesamt dauerte dieser Tauchgang 49 Minuten bei einer Maximaltiefe von 35m.

Glücklich und um eine Menge an Erfahrung reicher treten wir dann gegen 15Uhr die Fahrt nach Wien an. Das frühe Aufstehen hatte sich wirklich gelohnt ;)

 

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