Erinnerungen an einen GUE Cave 1

2016-11-23 18:49

Ich habe heute vor genau zwei Jahren den GUE Cave 1 bei JP Bresser in Mexiko gemacht. Wir waren zu dritt, ein Österreicher, eine Deutsche und ein Kanadier. Die Unterrichtssprache war englisch. JP ist nicht nur ein Spitzentaucher und erfahrener Explorer, sowie Unterwasser-Fotograf und -Filmer aus den Niederlanden, sondern auch ein super Koch und ein sehr cooler Typ. Er ist 100 Meter tief und mehrere Kilometer weit in einer Höhle mit Rebreather, etlichen Stages, mehreren Scootern und einer riesigen Fotoausrüstung immer noch entspannter als so manch anderer im Pool. Man spürt die Erfahrung und kann von ihm auch als erfahrener Taucher echt etwas lernen.

Ich war in Puerto Aventuras direkt im neuen Zero Gravity Dive Center untergebracht. Dort gibt es wirklich alles, was der technische DIR-Taucher braucht, von sämtlichen Gasen, über Leih-Scooter bis hin zum einzelnen Urinalkondom. Nach meiner Erfahrung wäre genau jetzt auch die beste Jahreszeit für das Höhlentauchen in Mexico.

Der Kurs war ähnlich intensiv, wie der Fundamentals, aber eben noch länger. Die Tage dauern bis zu zwölf Stunden und nach etlichen Drills an Land, mehreren Tauchgängen und einigen Einheiten Theorie gibt es abends noch Hausaufgaben für den nächsten Tag. Während des Kurses braucht man sich sonst nichts vornehmen.

Noch mehr als beim Fundamentals gilt, dass man hier nichts geschenkt bekommt. Die wichtigsten Skills, wie Flossenschlagtechniken, Tarierung, Valve-Drill und S-Drill sollten auf jeden Fall schon gut sitzen. Den Rest lernt man im Kurs, insbesondere den richtigen Umgang mit Licht und Leine in der Höhle.

Neben den geforderten Fertigkeiten sind auch jederzeit sicheres und besonnenes Verhalten wichtige Faktoren. Jemand der sich in der Höhle ständig unwohl fühlt, wird wahrscheinlich spätestens beim 'Blind exit while gas sharing' oder dem 'Lost line drill' an seine Grenzen stoßen.

Allgemein würde ich empfehlen mindestens einen Tag vorher als Vorbereitungsphase zu planen, um die Ausrüstung vorzubereiten und sich mit dem Notwendigsten, wie Wasser und Essen, einzudecken. Während dem Kurs ist echt wenig Zeit für diese Sachen und man möchte jede Minute nutzen um sich für den nächsten Tag zu regenerieren. Auch unmittelbar nach dem Kurs hatte ich dann nach fünf anstrengenden Tagen erst einmal für einen Tag genug vom Höhlentauchen und habe Pause gemacht.

Meiner Meinung nach hängt viel vom Ort und der Jahreszeit ab, wo man den Kurs macht. In Mexiko ist es warm. Die Zenoten sind super schön und klar. Es gibt kaum Strömung. Man hat meistens kurze Wege, gute Einstiege und die Infrastruktur für das Höhlentauchen ist perfekt. Wenn man den Kurs im Winter in Frankreich macht, sieht das wahrscheinlich anders aus...

Euer Grifter

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