GUE Fundamentals

2014-09-30 10:54

GUE Fundamentals in Essen / September 2014

Vor zwei Wochen war der Termin für meinen GUE-Fundamentals gekommen. Ich plane schon seit mehreren Jahren einen Höhlentauchkurs zu besuchen und habe dieses Vorhaben jedes Jahr auf das nächste Jahr verschoben. 

Da ich bereits den NACD Cavern Diver gemacht hatte, wollte ich ursprünglich die Ausbildung bei NACD fortsetzen. Der S.U.B Fundamentals Kurs mit Oliver letztes Jahr, hat mich aber vom DIR-Konzept endgültig überzeugt, so dass eigentlich nur mehr der GUE  Cave 1 für mich in Frage kam. 

Mit JP Bresser konnte ich wahrscheinlich einen der besten Instruktoren finden und möchte Ende November für zwei Wochen zum Cave 1 nach Mexiko fliegen. Eine Hürde muss ich jedoch noch nehmen. Da GUE keinerlei Ausbildung von anderen Verbänden anerkennt, muss ich vorher den GUE Fundamentals Kurs mit dem sogenannten 'Full Tech Pass' bestehen. 

Bei meiner Suche nach einem Kurs innerhalb des Zeitfensters hatte ich einen Fundamentals in Essen gefunden. Da ich beruflich fast jede Arbeitswoche in Düsseldorf bin, habe ich mich sofort für den Kurs über das Wochenende angemeldet. Anstatt in der Woche davor und danach zu fliegen, habe ich das Auto mit der ganzen Ausrüstung und dem Notwendigen für zwei Wochen beladen und bin zehn Stunden von Wien nach Düsseldorf gefahren. 

Wir waren nur zwei Teilnehmer und hatten sogar zwei GUE Instruktoren, einen angehenden am Ende seiner Ausbildung, der sowohl den praktischen, als auch den theoretischen Unterricht gehalten hat und seinen Examiner, der auf alles ein wachsames Auge hatte. Was sich im Nachhinein nicht immer nur als Vorteil heraus gestellt hat... 

Mein Team-Kollege für die nächsten Tage, hatte den Ablauf des Unterrichts maßgeblich mit organisiert und angeboten die Theorie bei ihm zu Hause in Essen abzuhalten. Zum Tauchen fuhren wir die ersten drei Tage an sein Vereinsgewässer, den Großen Bösinghovener See, in der Nähe von Meerbusch. Er war ein vorbildlicher Gastgeber und hat sich am Abend sogar noch um das Füllen bei seinem Tauchshop gekümmert, sodass ich in der Zwischenzeit ins Hotel nach Düsseldorf zurück fahren konnte. 

Der erste Tag begann mit viel Theorie und Einführung in Grundlagen und Philosophie von GUE. Am Nachmittag ging es nach einer ausführlichen Equipmenteinführung, Oberflächen- und Trockenübungen, sowie genauen Besprechung zum ersten Tauchgang ins Wasser. Auf dem Programm standen zunächst die Flossenschlagtechniken. Da ich bisher fast immer nur den Frog-Kick geschwommen bin, war das intensive Training des Flutter und modified Flutter Kicks für mich ungewohnt und anstrengend. 

Alles wurde natürlich von einem eigens angereisten GUE Kameramann gefilmt, der ebenfalls einmal für GUE unterrichten möchte. Alle Nachbesprechungen wurden durch die Videos unterstützt, was eine sehr neutrale und genau Konrolle ermöglichte. 

Am zweiten Tag starteten wir wieder in Essen mit der Theorie und sind danach zurück an den See. Nach weiteren Oberflächenübungen und den obligatorischen Trockenübungen ging es an die komplexeren Skills im Wasser, wie Positionierungstechniken, den S-Drill und die Basic Five. 

Obwohl mein Mitstreiter selber Tauchlehrer war, konnte man ab diesem Tag deutlich erkennen, dass es ihm noch an Koordination unter Wasser fehlt, da er bei Ausführung der komplexeren Fertigkeiten immer wieder die Kontrolle über seine Tarierung, den Trimm, oder die Balance verlor. Dadurch waren die Partnerübungen mit ihm auch für mich etwas erschwert. 

Nach einiger Frustration und Übungsabbrüchen im Wasser war ich am Abend beim Schwimmtest nur mehr alleine im Bad, da der Kollege zu müde war und offiziell aufgegeben hatte. Vor dem Zeitschwimmen und dem Streckentauchen hatte ich die größten Bedenken, da ich vorher nicht die Möglichkeit hatte meinen Leistungsstand zu überprüfen. Zum Glück konnte ich beide Disziplinen, sogar mit kleinem Polster, auf Anhieb bestehen. Für den Cave 1 muss ich aber noch trainieren... 

Am Morgen des dritten Tages hat uns der zweite Teilnehmer als Tauchpartner für mich wieder begleitet, als ich in ein riesiges Motivationsloch gefallen bin. Nach der ganzen Vorbereitung, einer langen Anreise, einer ganzen Arbeitswoche, zwei 12- bis 14-stündigen, vollgestopften Kurstagen, dem täglichen Pendeln zwischen Hotel, Essen und dem See, sowie dem anstrengenden Schwimmtest am Vorabend kroch mir gegen 08:00 in der Früh am nebeligen See und mit der Aussicht auf einen weiteren unendlich langen Trainingstag der Gedanke ans Aufgeben langsam den Rücken hoch: 'Warum tust du dir das an? Das ist doch deine Freizeit! du musst nur die Glocke läuten...'. 

Zum Glück siegte meine Sturheit, wie meistens über meine Schwäche, und im Laufe des Tages wurde es wieder besser. Wir hatten bei zunehmend besserem Wetter zwei etwas über einstündige Trainings-Tauchgänge, wo wir zahlreiche S-Drills, Valve-Drills und kontrollierte Aufstiege, auch unter simulierter Ohne-Luft-Situation, durchführten. 

Der Bösinghovener See ist ganz nett und bietet teilweise erstaunliche Sichtweiten, aber aufgrund der sehr eingeschränkten Infrastruktur und der für die Abschlussübungen zu geringen Maximaltiefe von nicht einmal 8 Metern, wurde die Entscheidung getroffen den letzten Tag in die Niederlande nach Pan Heel zu fahren, wo es eine große, bestens ausgestattete, 'DIR-freundliche' Tauchbasis und vor allem die erforderliche Maximaltiefe von mehr als neun Metern gibt. 

Nach weiteren Problemen am Vortag hatte mein ursprünglicher Mitstreiter beschlossen, am letzten Tag gar nicht mich mehr dabei zu sein. Daher durfte ich die Übungen mit dem Kameramann machen, was die Sache vereinfachte. Bei den letzten beiden Tauchgängen lag der Schwerpunkt auf der Wiederholung und Verbesserung aller Fertigkeiten. Zusätzlich kam noch das Setzen einer Oberflächenboje, sowie der Aufstieg mit mindestens zwei Stopps an der Boje während einer simulierter Ohne-Luft-Situation und die Rettung eines bewusstlosen Tauchers in voller Doppelgerätekonfiguration dazu. Ziel war es die Belastung mit Aufgaben möglichst zu maximieren, um deren Auswirkung auf die Kontrolle der Position im Wasser zu sehen. 

Wenn man unter Wasser mit zwei, oder drei zusätzlichen Aufgaben beschäftigt ist, kann man Tarierung, Trimm und Balance nur mehr kontrollieren, wenn die dafür notwendigen Bewegungen bereits im motorischen Muskelgedächtnis des Kleinhirns abgespeichert sind. 

Nach vier Tagen horizontaler Wasserlage, neutraler Tarierung und Trimm im Doppelpack, sowie teilweise ungewohnten Flossenschlagtechniken, waren mein Rücken dankbar, dass der Praxisteil jetzt vorbei war. Die letzte Theorielektion und den Abschlusstest haben wir in den geschlossenen Geschäftsräumen von BtS in Mönchengladbach absolviert. Zum Schluss haben die Instruktoren es nochmal sehr spannend gemacht und sich extra lange untereinander beraten, bevor ich meine persönliche Beurteilung bekommen habe. Lange Rede kurzer Sinn: 'Bestanden mit Full Tech Pass! 

Alles in allem war die Zeit sehr intensiv, hat sich aber gelohnt und mich taucherisch wieder ein Stück motiviert, weiter an mir zu arbeiten und zu versuchen mich zu verbessern. Der Cave 1 in Mexiko wird mir dazu hoffentlich viel Gelegenheit geben. 

Euer Grifter 

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Kommentar von Irene Homberger | 2014-09-30

Gratuliere herzlich zu dieser tollen Leistung! Falls wieder einmal ein Termin gefunden werden soll: ich organisiere GUE Fundi Termine immer wieder auch auf Anfrage - am Attersee oder bei euch draussen.
Always safe diving und viel Spass beim Cave 1!
Irene

Kommentar von Max | 2014-12-09

Hallo,
könnt ihr was zum Fundi von GUE und SUB im Vergleich sagen? Bei welcher Organisation würdet ihr empfehlen den Fundi zu machen?
Schöne Grüße

Antwort von LX

Hallo Max,

ich hab "nur" den S.U.B.-Fundi gemacht. Bin vom Kurs überzeugt. Aber genauer kanns dir nur Grifter sagen, er hat beide Kurse gemacht.

LX

Kommentar von Grifter | 2015-01-01

Hallo Max,

der GUE Fundamentals Kurs war intensiver und fordernder. Ich hatte das Gefühl etwas mehr gelernt zu haben. Dafür dauert er aber einen Tag länger, ist zeitlich wesentlich aufwendiger und kostet deutlich mehr.

Viele der GUE Inhalte sind sehr speziell und insbesondere auf das Tauchen mit anderen GUE ausgebildeten Tauchern ausgerichtet. So habe ich in der Theorie einige neue Dinge gehört. Beim GUE Fundamentals wurde viel Wert auf vorbereitende Übungen im Trockenen gelegt, aber was die praktischen Fertigkeiten im Wasser betrifft waren beide Kursen annähernd identisch.

Ausschlag gebend für mich war der Wunsch weitere GUE Kurse zu besuchen. Da führt kein Weg an einem GUE Tec Pass vorbei. Abgesehen davon kann ich auch den S.U.B Fundamentals uneingeschränkt empfehlen.

Grifter

Kommentar von IvwON | 2021-01-10

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